Wort für den Tag - 15. Mai

Wir fahren wieder hoch.

Jetzt wird alles wieder hochgefahren. Von den Friseurgeschäften angefangen über Kitas und Schulen bis hin zu Restaurants. Natürlich alles mit Hygienemaßnahmenkonzepten. Wir fahren wieder hoch. „Und als die Jünger Jesus nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.“ (Apg1)

Na, ob das gut geht? So einfach in den blauen Himmel schauen und zusehen, wie Weisheit, Sanftmut und Menschenfreundlichkeit in der Weite des Himmels verschwinden? Man traut sich ja gar nicht die Bilder der Demos gegen die Corona-Maßnahmen anzuschauen. Da entlädt sich der geballte Hass gegen alle, die verantwortungsvoll mit der Corona-Krise umzugehen versuchen. Man mag gar nicht hinschauen, wie Menschen von allen guten Geistern verlassen, Weisheit, Sanftmut und Menschlichkeit über Bord werfen.

Während die Jünger in den Himmel schauen werden ihnen die Worte Jesu noch in den Ohren klingen: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen.“ (Apg 1)

Diese Kraft spendet alles, was wir brauchen, um ehrlich, friedvoll und achtsam miteinander umzugehen. Die Welt braucht diese Kraft. Deshalb wenden die Jünger ihren Blick vom Himmel zu den Menschen. Die Männer in Weiß helfen nach. Manchmal brauchen wir Engel. Wir müssen die verstörenden Bilder der Demonstrationen ansehen und gegenüber diesen Entgleisungen Haltung beziehen. Wir haben die Kraft des Geistes und können mit Weisheit, Sanftmut und Menschenfreundlichkeit Momente des Friedens schaffen und aufklären. Wir fahren wieder hoch, aber wir sollten nicht auf skurrile Verschwörungstheoretiker abfahren. Wir bleiben auf dem Boden, weil hier die Kraft des Heiligen Geistes auch durch uns wirkt.

Ihr Martin Staemmler-Michael

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