Wort für den Tag - 23. Mai

Wir gehen auf ganz unterschiedliche Art und Weise aufeinander zu:
Wir können Menschen mit freundlichem Blick anschauen. Wir können ihnen einen Schritt entgegengehen, in normalen Zeiten sogar die Hand reichen.
Aber wir können auch die Arme vor der Brust verschränken oder die Hände in den Taschen stecken lassen. Wir können die Hand zur Faust ballen oder womöglich zuschlagen.

Jesus war jemand mit offenen Armen. Schon Kinder hat er in die Arme genommen. Das war den Leuten um ihn herum peinlich. Er hat es bewusst getan. „Lasst die Kinder kommen“ hat er gesagt. Und er hat noch ganz andere mit offenen Armen begrüßt: Einfache Leute, Menschen am Rande und auch solche, die es nicht verdient haben.

Nehmen wir einmal an, wir begegnen jemandem mit offenen Armen. Gleich heute. Einen Menschen, den wir im Laufe des Tages treffen. Einen, der uns vielleicht geärgert hat. Einen, der uns unterbricht oder stört. Einen, der uns befremdet. Wir brauchen ihn dazu noch nicht einmal berühren. Das geht auch mit 1,5 m Abstand. Wagen wir den kleinen Schritt der offenen Arme!

Pfarrer Volker Klein

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Benutzerfreundlichkeit zu erhöhen. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.