Wort für den Tag - 1. September 2021

Heute - der 1. September:

1449 – Tumuschlacht
1701 – Schlacht bei Chiari
1802 – Gefecht von Chantilly
1870 – Deutsch-Französischer Krieg
1904 – Schlacht von Masoller
1939 – 2. Weltkrieg
1941 – Polizeiverordnung zum gelben Davidstern
1951 – Friedenskonferenz in San Francisco
1957 – Weltfriedenstag oder Antikriegstag
1969 – Staatsstreich in Libyen
1970 – Attentat auf den jordanischen König
2021 – Afghanistan, ……………..

Angesichts der Gewalt, der Kriege, der Menschenrechtsverletzungen
WAS KANN ICH TUN?

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.
Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.
(Franz von Assisi)

BETEN und HANDELN!

Wort für den Tag – 31. August 2021

Über den Abgrund gehen
… man glaubt, man sei sicher …
… man glaubt, man wüsste nun endlich, wie es geht ….
… mit dem Leben, mit dem Glauben, mit dem Leid, mit der Hoffnung …
… und dann wieder eine Nachricht …
… die einem den Boden unter den Füßen wegzieht …
… Angst kriecht durch alle Poren …
… man betet dagegen an …
… man singt dagegen an …
… man fragt sich wider besseren Wissens: WARUM? …
… und – WAS NÜTZT DER GLAUBE ? …
… UND DENNOCH …
… es geht sich leichter über den Abgrund …
… weil man nicht alleine geht …
… weil der Regenbogen auch unter einem sein kann …
… weil die Hoffnung auf das behütete Ankommen bleibt …
… auf der anderen Seite des Abgrunds …

„Sing, bet und geh auf Gottes Wegen,
verricht das Deine nur getreu
und trau des Himmels reichem Segen,
so wird er werden bei dir neu.
Denn welcher seine Zuversicht,
auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“
(Gesangbuchlied Nr. 369, Strophe 7)

Claudia Krenzlin

Wort für den Tag - 30. August 2021

Wohin?
 
Es verfolgt mich. Das aufgesprayte „WOHIN“ auf dem Asphalt. Kein Fragezeichen, nur fünf große Buchstaben. WOHIN. „Herr, wohin sonst sollten wir gehen?“ Der Liedfetzen meldet sich sofort im Ohr. Dann „Wohin, wohin, wohin? – Nach Golgatha“ aus der Johannespassion.
 
Ist die Antwort auf die Frage „wohin?“ immer im Weitesten Sinn „zu Gott“? Das wäre ja ziemlich einfach. Und irgendwie vorhersehbar. Aber vielleicht ist das Absicht? Wie bei Notrufnummern, die kurz und einfach zu merken sind. „110 Polizei, 112 der Krankenwagen kommt vorbei“ Leicht einprägsame Antworten, die auch in Ausnahmesituationen zur Verfügung stehen. Ähnlich dem Wohin. Wohin soll ich mich in Angst und Verzweiflung wenden? - Zu Gott. Wohin soll ich gehen, für Ruhe und Frieden?- Zu Gott.

Eine leicht einprägsame Antwort für Notfallsituationen
 
Friederike Schoenherr
 

Wort für den Tag - 27. August 2021

Dreiklang zum Dranbleiben

Das 20. Jahrhundert war unter anderem geprägt vom zunehmend partnerschaftlichen Austausch zwischen den christlichen Kirchen der Welt im Rahmen des ökumenischen Dialogs. Eine der wesentlichen Fragen, welche die Vertreterinnen und Vertreter beschäftigten, war die, wie die verschiedenen Christinnen und Christen gemeinsam ihrer Verantwortung für diese Welt wahrnehmen können. Die Diskussionen mündeten in den vielzitierten Dreiklang: Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung.

Schaue ich auf diese Themen, sehe ich vor allem viele Baustellen: Wie wenig friedlich sind die Bilder, die uns aus Afghanistan, Syrien und von anderen Orten erreichen. Wie ungerecht ist es, wenn auch und gerade in Zeiten der Coronakrise, in denen so viel von Solidarität gesprochen wird, die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander geht. Wieviel Schöpfung wird zerstört, wenn unsere Lebensweise zu Artensterben, Waldbränden und Umweltkatastrophen führt. Man möchte fast verzweifeln.

Und doch liegt in den Zielen der ökumenischen Bewegung eine große Kraft, nicht zuletzt deshalb, weil sie von der großen Gemeinschaft der Christinen und Christen geteilt werden und aus dem Glauben an den liebenden Gott, der die Welt in seinen Händen hält, heraus entstanden sind. Es bleibt also lohnend und aussichtsreich sich einzusetzen für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung – auch demnächst in der Wahlkabine.

Herzliche Grüße

Ihr Konstantin Enge

 

Wort für den Tag - 26. August 2021

Fundament

Ganz mit dem Einen sein

UND

ganz mit dem Anderen –

das klingt wie eine Überforderung

für einen Menschen allein.

Ganz mit dem Einen sein

– einem Gegenüber; 

einer Eigenschaft in mir; 

einer Energie in der Welt –

und ganz mit dem Anderen sein,

– der Gegenkraft, vermeintlich unverträglich –

das ist ohne Zweifel eine Kunst.

Und doch,

wann immer sie gelingt, 

dann spannt ein Bogen sich

so weit wie das Leben selbst:

und auf einmal erschüttert mich nicht mal das Leben mehr.

Patrik Schwarz

 

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